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Wegen des nun folgenden, sehr langen Gesprächs, wieder eine kleine Kapitel-Unterteilung als Lese-Erleichterung
1. Tobis Hoffnung und Ängste, Uwes Zweifel
Schalte zu Tobi und Uwe, die gemeinsam am Küchentresen stehen. Tobi trocknet geschäftig Geschirr ab, Uwe betrachtet ihn nachdenklich.
Tobi: „Sie wär’ net der Typ der hier anruft und sagt: ‚Mir geht es schlecht!’“ (
Es geht um Cora 
)
Tobi seufzt und fährt fort: „Da hatte ich jetzt die Chance, jemand Geiles weiter kennen zu lernen...“
Uwe unterbricht mit einlenkender Stimme: „Ey Dicker, aber schau doch mal. Die dreht ihre Pornos, lebt da ihr Leben. Aber da gilt die Bibel...“
Tobi: „Man sieht sich immer wieder!“ (
Das war sicher nicht das gemeinte Bibel-Zitat 
)
Uwe: „Hast du ihr Treue versprochen?“
Tobi kommt etwas in Stottern, trocknet nun noch geschäftiger die Teller ab und murmelt etwas Unverständliches vor sich.
Uwe: „Ich hab mir mal euren Abschied beobachtet. Ich dachte da: Wann wird da mal geküsst? Aber da war ja nur ein...“ Er deutet mit gespitzten Lippen ein flüchtiges Küsschen an.
Tobi, leise: „Ja, aber das war wegen hier.“
Uwe, energisch :“Aber das war euer Abschied!“
Tobi scheint sich nicht wirklich wohl in seiner Haut zu fühlen angesichts dieses Gesprächsverlaufs.
Uwe, vorsichtig: „Vielleicht ist ihr das, was sie macht doch wichtiger?! Vielleicht will sie diese Schiene fahren, weißt du? Das kann so viel sein. Ich weiß ja nicht, wie Cora denkt. Das weißt du ja selbst nicht!“
Tobi: „Ich weiß...“ Er stockt, fährt dann fort. „Sie hat mich richtig gern. Aber was in ihrem, Kopf rumgeht? Da ist so viel,. Ich hab ihr gesagt, vergiss mich net.“
Uwe, verständnisvoll: „Da ist so viel ungeklärt. Deshalb würdest du auch am liebsten raus und mal reden, ohne hier so...“ Er lässt den Blick wandern und spielt damit auf die Kameras an.
2. Tobis Angst vor den Stalkern und davor, etwas zu zerstören
Tobi: „Ja. Ich weiß ja net, wie manche Leute darauf reagieren können. Es gibt ja so Stalker...“
Uwe: „Ja klar, so Fans, die zu jeder Messe gehen...“
Tobi: „Ich kann mir vorstellen, dass es da ne Menge gibt, die nen Mega Brass auf mich haben!“
Uwe: „Ja, das kann dir doch egal sein.“
Tobi: „Aber wenn ich hier raus komme und dann stehen da zehn Typen mit einem Messer...“ (
Hilfe, die messerwütigen Stalker in Anti-Tobi-Mission. Der ARme hat echte Albträume.)
Uwe lacht und beschwichtigt, dass das ganz sicher nicht passiere. Und in ernsterem Ton: „Aber du weißt, Cora würde ihren Job nie aufgeben!“
Tobi, protestierend: „Was heißt nie...“
Uwe, wieder besänftigend: „Ich kann mir sehrt gut vorstellen, wie du fühlst. Ich habe hier auch gefühlt...“
Tobi: „Aber bei dir und Nina, das ist... Du liebst sie absolut, sie liebt dich absolut.“
Uwe versteht das Problem: „Und du weißt nicht, wo du stehst!“
Tobi kommt erneut ins Stottern: „Ja, also... Die... Die Cora hat viel auf dem Kasten.“
Uwe: „Das weiß ich.“
Tobi: „Ich bin sicher, dass sie... sie weiß für sich, was sie will. Aber sie musste halt diesen Schein wahren. Sie wollte das nicht öffentlich...“ Wieder stockt er kurz. „Und ich hätte echt Schiss, dass ich was zerstört hab durch das, wie ich hier war. Überleg mal: Ich lern hier drin eine kennen, wo ich denke...“ Kurze pause. „Und dann mach ich ihr was kaputt. Das könnte ich nicht verkraften. Und dann komm ich raus und sie will keinen Kontakt, weil ich zu viel kaputt gemacht habe.“
Uwe: „Mach dir darüber mal keine Gedanken. Gib dir doch keine Schuld.“
Tobi: „Aber ich denk halt: Was denken denn Leute von dir?“
Uwe: „Ja, das ist doch egal. Wenn ich hier von meiner Rosette erzähle, dann ist mir ja auch egal, was Leute von mir denken.“ (
Jo, das hat er uns ja heute bewiesen 
)
3. Tobi ohne Faden, aber in den Seilen
Tobi: „Ich bin 29, hab ne kleine Firma. Und zuhause, da bin ich... Ich versteh mich eigentlich mit so vielen Leuten. Die, die ich kennen lerne, mit denen komme ich aus. Weißte, keine Ahnung warum das so ist. Jedenfal
LS...“ Er stutzt, runzelt die Stirn und fragt verwirrt: „Wo wollte ich jetzt eigentlich hin?“
Uwe, grinsend: „Ja, das frag ich mich auch grad.“
Tobi versucht, den Faden wieder zu finden: „Also, z.B. du bist mein Freund, und dir geht es dreckig. Und wenn es mir dann auch dreckig geht, dann lass ich dich das nicht spüren.“
Uwe: „Ich weiß, wie du meinst.“
Tobi: „Oder nimm Daniel. Ich schwör, ich hab ihm das gegönnt, dass er gewonnen hat bei dem Match. Und wenn ich gewonnen hätte, dann hätte ich gesagt: Gebt es
(das Gespräch mit einer nahen Person) Uwe oder Daniel, die hängen richtig in den Seilen!“
Uwe: „Und jetzt hängst du selbst in den Seilen.“
Tobi bestätigt sein Seilhängen: „Ohne Scheiß!“
4. Tobis Verschlossenheit
Er erzählt weiter, dass er oft angerufen werde von Freunden und Bekannten. Einfach, weil er gut zuhören könne. Aber er selbst würde sich nie bei jemandem melden, wenn es ihm schlecht ginge. „Ich hab nen sauguten Freund, den Tommy. Ich kenne den seit anderthalb Jahren, und wüsste nichts gegen ihn. Aber ich würde auch dem nicht erzählen, wenn es mir richtig dreckig geht!“
Weiter berichtet Tobi von den Problemen mit seinen Eltern. Dass der Kontakt abgerissen gewesen sei. Dann, als er sich seine Firma, eine eigene Wohnung und somit ein eigenes Leben aufgebaut habe, sei der Vater langsam auf ihn zugekommen. Um am Ende habe der Vater dann gesagt: ‚Das war kacke, das hätt ich anders gemacht, das hätte man über meine Bank besser geregelt!’ Das alles und seine Kindheitserinnerungen, das habe seine Verschlossenheit begründet.
Tobi: „Ich hab da so Scheißbilder im Kopf, gerade von früher. Die kriegste nicht aus dem Kopf.“