Nachtrag zum Streitgespräch "Daniel & Kriss",
Zwischen zwei und drei Uhr streiten Daniel und Kristina lautstark im blauen Schlafzimmer. Ausgangssituation: Daniel hat auf der Party Jenny an der Schulter geleckt oder in selbige gebissen (hier gehen die Meinungen der beiden auseinander), Kristina scheint dies zum Anlass zu nehmen, die Beziehung zu beenden.
Krissis These: Jemand, der so eifersüchtig wie Daniel ist und anderen immer alles mögliche unterstellt, ist selber einer, der nicht vertrauenswürdig ist. Jemand, der nämlich genau das macht, was er anderen so gerne unterstellt...
Daniels These: Krissi kreiert sich nur einen Grund, damit sie eine Rechtfertigung hat, ihn abzuschießen. Deshalb war sie auch schon die ganzen letzten Wochen komisch zu ihm und jetzt hat sie diesen Grund gefunden.
Die beiden streiten schon eine ganze Weile, zum Teil ohne Mikro, deshalb ein direkter Einstieg.
Vertrauen und Eifersucht
Daniel: "Was meinste, was ich draußen alles gehört habe?!"
Kristina geht darauf nicht ein und kontert: "Weißte, wieviele mich hier eigentlich strippen sehen wollen, könnte ich ja auch mal machen..."
Mehrfach will sie ihm so den Spiegel vorhalten, damit er mal sieht, wie das ist. Er hält ein solches Racheverhalten für "Kindergarten".
"Ja, ich hab vieles gehört." deutet er wieder an. Und trotzdem vertraut er ihr noch.
Nach vielen Erkärungsversuchen und hitzigen Wortgefechten herrscht Kristina ihn irgendwann an: "Alter, hörst du schlecht, biste taub oder besoffen, schrei mich hier nicht an!"
(PK: Tonfall und Lautstärke von beiden nehmen sich nichts.)
Daniel springt aus dem Bett auf und kommt zu dem Schluß: "Ich hab dich jetzt durchschaut: Du warst die ganzen Wochen komisch zu mir und hast jetzt einen Grund gefunden, mich abzuschießen."
Umd die Aufrichtigkeit seiner eigenen Gefühle zu untermauern erklärt er ihr aufgeregt: "Meinste, ich mache mich hier umsonst zum Affen? Ich kann mich vor drei Millionen Menschen hinstellen und sagen: Das tut weh."
Kristinas Wunsch nach einem gemäßigten Tonfall und Daniels Bedürfnis sich zu erkären:
Kristina: "Wieso brüllst du rum? Daniel, was'n los mit dir?"
Daniel redet unbeirrt weiter: "Ich lasse mir auch nicht sagen, wie alt ich bin, denn ich weiß, was ich möchte."
Krissi: "Kannste mal in angenehmen Ton reden?"
Daniel: "Ne, ich muss das jetzt mal klarstellen."
Krissi: "Rede anständig oder gar nicht."
Daniel legt sich wieder hin, dass Gespräch geht im Bett weiter.
Kristina: "Aber so, dass die Natascha auch schlafen kann."
Sie fragt ihn, was er gemacht hätte, wenn sie so etwas getan hätte, wie er heute abend. Er räumt ein, dass er das wohl auch nicht gut gefunden hätte, aber...Bevor er weiter erklären kann, wo der Unterschied ist, wird er unterbrochen: "Daniel, meine Geduld ist am Ende, mit dir muss man alles ausdiskutieren!!"
Daniel erklärt seine Gefühle für Krissi
Sie kommen auf vergangene Diskussionen: Daniel hat schon an die Zukunft gedacht, und jetzt eingesehen, dass diese Gedanken verfrüht waren. Aber das mit Jenny ist ein anderes Thema. Er versucht wieder die Situation aus seiner Sicht zu erklären.
Kristina: "Daniel, darum geht es nicht. So einen Freund (der sich so verhält, meint sie ) möchte ich nicht!"
Daniel: "Wenn du mir nicht so wichtig wärst, dann -"
Sie unterbricht ihn: "Bin ich auch nicht!" ()
Daniel rechtfertigt sich weiter bezüglich der Jennysache. Er versucht ihr zu erkären, dass er kein Interesse an anderen Frauen hat. Auch Lilly hat er ja auflaufen lassen."Wenn ich weiß, dass ich irgendwatt möchte, dann... - du vertraust mir einfach nicht."
Krissi gibt ihm zu verstehen, dass die ganze Sache mit Lilly sowieso zwischen den Mädels abgesprochen war und da ohnehin nichts gelaufen wäre.
Was ist, wenn Daniel Montag geht?
Daniel: "Würdest du mir draußen vertrauen?"
Krissi: "Nö."
Sie bekräftigt: "Nö, ich vertraue keinem Mann."
Daniel: "Ich möchte dir nur beibringen: Vertrau mir einfach."
Er will von ihr wissen, ob sie dann als erstes, wenn sie rauskommt und ihn trifft, darüber diskutieren wird, was er ohne sie wohl gemacht hätte? Kristina würde da aber gar nicht nachfragen.
Sie erkärt ihm ihr Bild, dass sie von Daniel hat: "Wie geht Daniel feiern... Guckt euch Situationen an, guckt euch das Einzugsvideo von ihm oder die heutige Party an."
Sie kommt mit solchen Dingen nicht klar. Bezogen auf Daniels beständige Rechtfertigungen: Ob sie mit so einem Verhalten klarkommt oder nicht, das entscheidet nicht Daniel oder jemand anderes, sondern nur sie. Und sie kommt damit nicht klar.
Lernen für die Wochenaufgabe:
Kurzfassung: Daniel gibt sich aus Krissis Sicht keine Mühe, sie wiederum scheint ihm ungeduldig, genervt und abweisend gewesen zu sein, und das ausschließlich ihm gegenüber.
Daniel: "Du hast lustlos gelernt mit mir heute für die Wochenaufgabe."
Krissi: "Ja, du nimmst das im Gegensatz zu allen anderen nicht ernst. Ich hab' bis drei Uhr nachts gelernt und den ganzen Tag dann noch mit anderen gelernt. Mein Kopf ist auch zu."
Daniel meint, andere machen auch Scherze während des Lernens, nur bei ihm würde sie darauf kritisch reagieren.
Krissi kontert: "Wieviele kannste denn jetzt schon? Fünf!?" Die anderen würden zwar auch ihre Späßchen während des Lernens machen, könnten aber dafür, wie Jenny z.Bsp. auch schon dreißig Cocktails auswendig.
Daniel stimmt zu, meint aber, dass er es bis zum Stichtag schon schaffen würde, so wie er es in der Vergangenheit bei anderen Wochenaufgaben auch immer schaffte.
Krissi: "Da zweifele ich auch nicht dran." ( )
Weiter: "Du bist ein schwaches Glied."
Er missversteht das: "Das wird man ja am Montag sehen. (PK: Sie meinte das auf die WA bezogen, er redet an dieser Stelle aber vom eventuellen Nichtauszug)
Krissi sieht das Mißverständnis: "Das hat doch damit gar nichts zu tun""
Kristinas kritisches Verhalten ruft in Daniel Selbstzweifel hervor, er fragt sich schon: "Biste echt so doof, dass die Krissi jetzt sogar aufstehen und gehen muss?"
Um welches Prinzip es Krissi bei der Auseinandersetzung geht
Der Disput nimmt und nimmt kein Ende.
Krissi: "Schrei hier weiter, damit es noch das ganze Haus hört. Mir wird das alles mit dir hier zu viel."
Die Rechtfertigungen und Erkärungen wiederholen sich, man kommt wieder auf den Ausgangspunkt bzw. Auslöser: Die Zuwendung von Daniel gegenüber Jennys Schulter.
Kristina erklärt: "Du verstehst das Prinzip nicht." Wegen Robert hat er sie mehrfach angesprochen, der würde sie immer angucken usw. Drei oder viermal hat Daniel sie schon darauf hingewiesen, dabei kann sie nichts dafür, dass der ein Auge auf sie geworfen hat.
Krissi: "Ich bin jetzt gereizt, ich rede jetzt nicht mehr."
Der Erklärungsbedarf ist dann aber doch größer: Jenny hat ihr die Sache mit der Schulterliebkosung bestätigt und außerdem gab es heute auf der Party ja noch eine andere Situation: Daniel hat vor Manuela scherzhaft gestrippt. Als er Krissi kommen sah, erschreckte er und sprang schnell auf. (PK: Als fühlte er sich ertappt, scheint sie zu meinen)
Es geht Kristina ums Prinzip: Diese Kleinigkeiten an sich jucken sie gar nicht, aber er nimmt sich Dinge heraus, die sie nicht darf. Er ist völlig unbegründet eifersüchtig, selbst bei Dingen, die außerhalb ihres Einflusses liegen (siehe Robert), er selber aber benimmt sich vor allem beim Feiern ganz anders.
Daniels Gedanken über Krissis Benehmen und Gefühle:
Bei anderen Personen ist Kristina freundlich, egal um was es geht, bei ihm aber in den gleichen Situationen abweisend und kühl.
Daniel gibt zu Bedenken: "Aber schiebe ich deswegen wirklich einen Film? Es gibt Dinge, die merkt man einfach." (PK: Merken scheint sich hier auf die emotionale Ebene zu beziehen, also im Sinne von:Er spürt ihre Ablehnung.)
Die beiden verlassen das Zimmer, Krissi genervt, Daniel im Schlepptau, er will sich jetzt von ihr nicht abweisen lassen. Man sieht einen vorbeihuschenden Klaus. Auf dem Sofa eine übernächtigte Natascha, die vor dem Streit der beiden ins WZ flüchtete.
Daniel versucht Jenny zu Rate zu ziehen, diese möchte sich aber raushalten und kommentiert die Schulterbeiss/küss-Aktion nur mit den Worten: " Ich bin da draußen."
Krissi ist derweil wieder im blauen SZ, liegt im Bett.
Natascha: "Du musst wissen, was du willst."
Krissi: "Ich will gar nichts mehr, der bringt mich zum Wahnsinn, ich will gar nichts mehr!"
Natascha: "Der ist so jung, der versteht einiges nicht."
Abrupte Schalte in den Garten: Dort läuft Daniel aufgeregt auf und ab, selbstgesprächeführend: "Ich muss auf vieles Rücksicht nehmen, werde aber selber wie ein Stück Scheiße behandelt. Ts, krass ey. Ich mache mir doch nicht umsonst hier soviele Gedanken."
Im Hintergrund läuft Robert durch den scheinverschneiten Garten und bietet Daniel im Vorbeigehen das letzte Bier an.
Daniel gerät kurz ins Gespräch mit Timo: "Ach, ich bin doch erst 20..." sagt er süffisant in Anspielung auf den Streit.
Timo: "Ju...das hat sie doch aber auch vorher gewußt."
Der gutgelaunte und gutbetankte Robert bietet in tröstender Absicht ein Dreiergespräch an, wo sie ungehemmt über die Frauen herziehen können. Bei seinem Pegel hätte er eh morgen alles wieder vergessen.
Das Angebot wird von Daniel aber nicht angenommen, er setzt sich lieber drinnen schweigend

d aufs Sofa, ihm gegenüber eine lernende Jenny, die demonstrativ ihr Lernmaterial vor sich hält. (PK: Scheint, als wollte sie nicht in ein Gespräch verwickelt werden.)