Manuela untersucht Natascha, die ein wenig Panik schiebt - es juckt überall, sie hat Gänsehaut und zittert - Manuela empfiehlt ihr, zu duschen.
Natascha erzählt dem Publikum die Story
Malgeschichten
Natscha: ...und zwar erzähle ich jetzt eine Geschichte aus meinem Leben, ich weiß jetzt gar nicht mehr, wann das war genau, ich glaube 2004, 2005, könnte auch 2006 gewesen sein, und zwar bin ich mit einer Freundin nach Dubai geflogen, äh, nach Bangkok geflogen und sie hatte vorab einen jungen Mann kennengelernt in Dorsten, der schon seit 3 Jahren in Thailand lebte, also, so haben wir das so ein bisschen in Verbindung gesetzt, die haben halt gesagt, ja, wir fliegen ja nochmal von Bangkok auf die Insel nach Ko Chang und dann werd ich mich da ein bisschen mit ihm treffen und ein bisschen Zeit verbringen, da hab ich gesagt, gar kein Thema, ich nehm meine Medizinbücher mit und werd mein Medizinwissen ein bisschen auffrischen, so , dann kamen wir in Dubai an, wo wir Zwischenstopp gemacht haben und da hatte sie mir schon gesagt...da war er noch nicht...ja, der ist schon gleich in Bangkok, der holt uns vom Flughafen ab und der schläft dann mit uns auf einem Zimmer, da hab ich mir schon gedacht, okaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaayyyyyyyyyyyyyyy, ich kenn den Mann nicht, ich schlaf mit einem fremden Mann in einem Bett, aber machste mal, ist egal, ist vielleicht gar nicht so schlecht, der kennt sich in Thailand aus, der kann uns ein bisschen Bangkok zeigen, dann kommen wir in Bangkok an...
Klaus: Sind Zwischenfragen erlaubt? Was war das jetzt mit Dubai?
Natascha: Dubai war nur Zwischenstopp
Klaus: Und da hat sie dir das erst mit dem Bett erzählt, dass ihr in einem Bett schlaft
Natascha: Genau, und dass der statt in Ko Chang in Bangkok uns schon empfängt, hab ich mir aber noch gedacht, okay, vielleicht ist es gar nicht so schlecht, riesen Stadt, wir zwei alleine, er kennt Bangkok, er kann uns ein wenig was zeigen, so, dann kommen wir in Bangkok am Flughafen an und da steht dann der junge Mann
Anne zeigt aufs Bild
Klaus: Der sieht aber gar nicht so jung aus
Anne: Ne, der war auch viel älter hat sie gesagt, drei Jahre älter, viel älter (Gelächter)
Natascha: Wir haben den extra ein bisschen schrullig gemalt
Anne: Weil sie hat Zorn auf den, kommt gleich
Natascha: Naja, wir waren dann insgesamt vier Tage in Bangkok und das fing dann halt so an, wir sind abends ein bisschen durch die Stadt gelaufen und die beiden waren die ganze Zeit nur am Tratschen, ich lauf hinterher, hab mir dann halt gedacht, na gut, die haben sich jetzt ein paar Monate nicht gesehen, haben sich viel zu erzählen. Am nächsten Tag sind wir dann in ein Einkaufszentrum gegangen und dann war das da genau das gleiche, die beiden haben da geguckt, da die ganze Zeit und ich immer wieder wie eine Doofe hinterher, bin dann Essen gewesen, die die ganze Zeit nur am Plappern gewesen, also ich saß immer nur wie eine Doofe daneben
Klaus: Also warst du das dritte Rad am Motorrad
Anne: Der Anstandswauwau
Natascha: Genau
Robert: War das ein Deutscher oder ein Thailänder? (PK: Vorsicht, Robert)
Natascha: Ne, ein Deutscher, dann waren wir beide schon so ein bisschen am Zicken, dann hatten wir gesagt, weißte was, wir machen das jetzt so, du gehst dann da alleine durchs Einkaufszentrum und wir beide gehen dann da alleine hin, hab ich gedacht, okay, dann lauf ich, kleine Natascha, mal hier so allein durch das riesen Einkaufszentrum, dann treffen wir uns in einer Stunde da, aus der Stunde wurden dann zwei Stunden, haben uns nur ganz kurz gesehen und dann waren die schon wieder weg und ich hab dann eine Stunde an der Rolltreppe gewartet und gewartet und gewartet, also hab ich mich dann auf den Weg von mitten in Bangkok, saß ich ganz alleine in einem Tuc Tuc und musste dann gucken, wie ich zum
Hotel komme, hatte dann zum Glück aber noch so eine Karte vom
Hotel, so, dann kamen die beiden wieder und haben erstmal total Stress gemacht, was mir einfallen würde abzuhauen und blablabla, da hab ich gesagt, wollt ihr mich verarschen, als wenn ich hier in Thailand extra allein irgendwo abhaue, ich hab hier Schiss ohne Ende, ich stand hier die ganze Zeit und hab gewartet, daraufhin hat der Schrulle, Schrullelige mich total runtergemacht, mich total fertig gemacht, dann sind die beiden alleine bis um drei Uhr nachts noch raus und ich saß bis um drei Uhr nachts allein im
Hotel, so, dann
Klaus: Wie war denn jetzt die Schlafsituation im
Hotel?
Natascha: Die Schlafsituation war so, die lagen die ganze zeit Arm in Arm und ich lag halt daneben, naja, das war dann der dritte Tag, am vierten Tag wollten wir uns eigentlich einen Tempel angucken gehen und dann hab ich gesagt, ne, ich sag, ich bin total im Arsch, ich bleib noch ein bisschen liegen, geht ihr mal alleine Tempel gucken, dann kommt um ein Uhr wieder, dann haben wir noch einen Tag die ganze Zeit, um uns noch andere Sachen anzugucken, aus ein Uhr wurde dann vier Uhr, also dann war ich schon wieder drei Stunden alleine im
Hotel und die beiden die ganze Zeit wieder nur am Tratschen, mich wieder die ganze Zeit ignoriert, da hab ich mir so gedacht, ne, das kann es ja nicht sein, so dann war geplant, dass wir dann von Bangkok nach Ko Chang rüberfliegen, eine Insel, wo wir uns eigentlich erst treffen sollten, also hab ich mir gesagt, wenn das jetzt schon so los geht, dann flieg ich erst gar nicht mit rüber, das ist ja totaler Schwachsinn, also hab ich dann um fünf Uhr nachts irgendwann meine Mama angerufen und hab gesagt, du Mama, die natürlich schon vorher Bescheid wusste, weil ich schon zweimal angerufen hatte und die Situation halt erklärt habe, hab dann gesagt, Mama, ich pack jetzt meine Koffer und fahr zum Flughafen und guck halt, dass ich ein Ticket irgendwie krieg (bekomme), naja, ich dann um fünf Uhr nachts, die Thais können ja auch nicht wirklich gut Englisch, erstmal versucht zu erklären, dass ich kein Ticket hab aber halt nach Hause fliegen möchte und dann wurde ein Taxi bestellt und wurde dann halt mit dem Taxifahrer Richtung Flughafen, das war, glaube ich, eine Stunde Fahrt, und die ganze Stunde Fahrt hat er mir dann erzählt "you are so beautiful" und ah, ah, ah, und da hab ich schon gedacht, ach du Scheiße, der fährt gleich rechts ran, einmal hier ordentlich und das wars dann, du weißt ja, die Polizei ist korrupt, meine Mama hatte mir vorher gesagt, Natascha, pass schön auf, in Bangkok, Rotlichtmilieu und du musst da wirklich vorsichtig sein, naja
Klaus: Da hättest du dir wenigstens ein paar Baht fürs Taxi sparen können
Anne lacht
Natscha: Klaus, diese Kommentare möchte ich hier jetzt bitte nicht hören, so, also war ich dann am Flughafen, fix und fertig, fix und fertig
Anne (zeigt aufs Bild): Da seht ihr die Tränen, die da runter laufen
Natascha: Ich hatte vier, ich hatte einen Koffer, ich hatte eine Reisetasche, dann hatte ich die Videokamera von meinem Opa noch mit und einen CD-Player, so, und jetzt war ich natürlich ganz alleine, das war jetzt ungefähr sechs Uhr morgens gewesen, um neun Uhr hat erst der Schalter aufgemacht, also ich hatte noch drei Stunden Zeit, war die ganze Nacht wach, konnte nicht wirklich viel essen, also mir gings einfach nur total scheiße, so, jetzt darfst du mit diesem Wagen, mit diesem G-Wagen nicht in die Toilette rein, nicht in die Geschäfte rein, aber mir war das scheißegal, ich musste ja zum Beispiel auf die Klo, also, mit dem Wagen auf die Toilette, da einen Anschiss gekriegt (bekommen), mit dem Wagen ins Geschäft, da Anschiss gekriegt (bekommen), ich hatte mir eine Flasche Cola gekauft, saß dann da, mach die Flasche Cola auf, bespritz mich bis runter (simuliert Weinen), also so fertig war ich, vor lauter Angst sogar schon in die Mülleimer reingebrochen, also es war wirklich einfach nur schlimm, naja, dann um neun Uhr der Schalter aufgemacht, ich mich dann angestellt, den Leuten erklärt, dass ich kein Ticket hab, aber gucken muss, dass ich jetzt nach Hause komm und bla bla bla, naja, dann musste ich erstmal noch 300€ draufzahlen, hab dann noch einen Flug gekriegt () und konnte dann letztendlich nach Hause fliegen, jetzt war aber das Problem, ich hatte meine Mama um fünf Uhr morgens angerufen konnte sie aber die ganze Zeit nicht mehr erreichen, also ich hatte kein Kleingeld, um sie anzurufen, Handy war komplett Fratze weil Akku leer und ich bin ja alleine schon 12h geflogen, d. h. Mama und Papa haben 16h von mir nichts gehört, also das wirklich eine reinste Katastrophe, aber, ich muss sagen, ich saß im Flugzeug mit ganz vielen deutschen Stewardessen und da gings mir sooooooooooo gut
Gelächter
Natascha: Naja, bin dann auf jeden Fall dort noch heile angekommen, zu Hause waren alle froh, dann hab ich angerufen, da sagt meine Mami: Natascha, Natascha, wo bist du - Ich bin in Düsseldorf, auch am plärren gewesen
Klaus: Wie viel Uhr war es denn da?
Natascha: Das war Deutschlandzeit 16 Uhr
Klaus: Das ging ja noch
Natascha: Ja, und das ist eine Geschichte die ich in meinem Leben nicht vergessen werde
Applaus
Klaus, ich applaudiere wegen dem Happy End und nicht wegen der geschichte
(PK: Klar, da Klaus sie ja nicht erlebte hat, ist siescheiße)